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Vereinsgeschichte Vereinsgründung: 11.05.1950 Aktivitäten: Int. Grasbahnrennen auf dem Leineweberring, Veranstalter eines Jugend- und LF-Trials, Jugendarbeit, intensives Clubleben u.a. mit Fahrten zu internationalen Bahnsportereignissen und Möglichkeiten der sportlichen Betätigung (feste Hallenzeiten) Mitgliederzahl: ca. 110 |
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50 Jahre DMSC Bielefeld e. V. im ADAC - von 1950 bis zum Jahr 2000 Im Jahr 2000 feierte ein Motorsportclub sein fünfzigstes Vereinsjubiläum, der sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Bahnsportszene entwickelt hat. Dabei soll in dieser kurzen Abhandlung sowohl ein kurzer Überblick über die Historie als auch über die gegenwärtigen und zukünftigen Aktivitäten des DMSC Bielefeld e. V. im ADAC berichtet werden, der sich bereits seit Jahren erfolgreich um eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung seiner Motorsportveranstaltungen bemüht. Schon als sich 1950
begeisterte Motorradsportler aus dem Raum Bielefeld um Rechtsanwalt Grünewald überlegten einen Verein zu gründen, hatte für sie die Ausrichtung von Motorradbahnrennen oberste Priorität. Neben der Vorliebe für die Rennen auf der schnellen Grasbahn, hatten die Gründungsmitglieder aber auch die bestehende Lücke im Sportartenkanon der Stadt Bielefeld ausgemacht. Motorradsport im Nachkriegs-Bielefeld erfreute sich äußerster Popularität, war
Bielefeld neben Nürnberg doch zweitgrößter Zweiradproduktionsstandort der noch jungen Bundesrepublik. Fortbewegungsmittel Nummer EINS
war noch das Motorrad und die jugendlichen Bielefelder wollten damit auch Rennen fahren. Auf der damals auch als Bergring bezeichneten Rennstrecke auf der Galgenheide strömten Auf der Bahn “Am schwarzen Weg”
(schon wieder so ein “dramatischer” Name) richtete der DMSC Bielefeld unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Gerd Kosleck dann zum ersten Mal in Bielefeld ein internationales
Motorradrennen aus, wenn auch der als einziger internationaler Fahrer am Start stehende Fred Parkins als Soldat
der britischen Rheinarmee im nahegelegenen Minden stationiert war. Trotzdem, die Rennen “Am schwarzen Weg” hatten nach kurzer Zeit internationales Flair. Fahrer wie Sture Lindblom (S), Tony Black (GB) oder
Seitenwagenfahrer Bob Jensen (DK) drifteten mit den Lokalmatadoren Gottfried Schwarze Aus heutiger Sicht war das damalige AUS für die Rennen “Am schwarzen Weg” richtungsweisend für den DMSC, denn durch die entstehende enge Kooperation mit den Verantwortlichen der Stadt Bielefeld wurde nach langer Suche ein Veranstaltungsgelände gefunden, welches auch den langfristigen Zielen des DMSC Bielefeld gerecht werden konnte. Der DMSC wurde zum flächenmäßig größten Pächter der Stadt Bielefeld und errichtete 1972 auf einem ehemaligen Sumpfgelände im Bielefelder Osten an der Eckendorfer Straße den “Leineweberring” - ein neues Sportstadion mit multifunktionaler Nutzung (z. B. Motorradtrialgelände, Fußball- u. Rugbyspielfeldern, Musik- oder Antikmarktveranstaltungen). Geführt wurde der Verein in dieser Phase von Helmut Unbehaun, der den Posten des 1. Vorsitzenden 1968 übernommen hatte, als Gerd Kosleck leider viel zu früh` verstarb. Als Sportleiter fungierte damals bereits Herbert Prante im Vorstand des DMSC Bielefeld. Dieser hatte dann ab 1973 als 1. Vorsitzender maßgeblichen Anteil an der weiteren Entwicklung sowohl des Vereins als auch am Ausbau des Leineweberringes. 1973 konnte dann die mit Spannung erwartete erste Rennpremiere auf dem 700 Meter langen und mit einer gleichmäßigen Ovalform ausgestatteten Leineweberring durchgeführt werden. Für die Besucher standen schon damals rund um die Rennstrecke aufgeschobene Naturtribünen zur Verfügung und die Fahrer fanden von Anfang an eine hervorragend präparierte, ebene und gepflegte Grasbahn vor. Zuschauer und Fahrer zeigten sich gleichermaßen begeistert von der neuen Anlage, so dass die Clubmitglieder hochmotiviert den weiteren Ausbau des “Leineweberringes” zu einer der modernsten und schönsten Grasbahnen in Europa (O-Ton Egon Müller) vorantrieben. In Eigenarbeit begrünten die Mitglieder des DMSC Bielefeld die gesamte Anlage, errichteten einen Start- und Zielrichterturm, feste Tribünen, einen Fahrerlagertunnel zur Rennbahn sowie feste Sanitäranlagen mit Duschmöglichkeiten. Nach anfänglicher Skepsis bei den Anwohnern, wird das Gelände des Leineweberings heute von diesen sogar zu abendlichen Spaziergängen genutzt. Schnell erreichten die alljährlichen Fahrerfelder Spitzenniveau: Fahrerpersönlichkeiten wie Barry Briggs, Ole Olsen, Ivan Mauger, Anders Michanek, Bruce Penhall, Peter Collins, Simon Wigg, Kelvin Tatum, Egon Müller, Georg Hack, Karl Maier, Gerd Riss oder Robert Barth um nur einige zu nennen, lieferten und liefern sich auf dem Leineweberring immer hochspektakulären Rennsport. Die sportlichen Höhepunkte in der Geschichte des Leineweberringes sind nicht in Kurzform zu vermitteln. Herausragende Ereignisse waren aber sicherlich die Ausrichtung des Endlaufes zur Deutschen Langbahnmeisterschaft 1977 (Besucherrekord: 12.000 Zuschauer), die Ausrichtung eines Vorlaufes zur Grasbahneuropameisterschaft 1985, der Halbfinallauf zur Grasbahn -Europameisterschaft im Jahre 1996, die Semifinale zur Gras- und Langbahnweltmeisterschaft 1999 und 2001, sowie die Finalläufe zur Gras- und Langbahnweltmeisterschaft 2002 und 2003. Der DMSC Bielefeld möchte im Jubiläumsjahr 2000 anlässlich des 50. Geburtstages aber nicht nur zurückschauen. Die Zukunft des Bahnsportes liegt den Clubmitgliedern aus Bielefeld genauso am Herzen wie der Fortbestand ihres erfolgreichen Vereins, dessen Aktivitäten im öffentlichen Leben der Stadt Bielefeld wohlwollende Zustimmung finden. Eine grundsätzlich überlebenswichtige Ausgangsposition für jeden Motorsportverein in einer Zeit, in der sich zwar zig Millionen Menschen für Formel-1 TV-Übertragungen die Nächte “um die Ohren schlagen”, lokale und überregionale Motorsport-Veranstaltungen vor Ort aber immer häufiger einfach nicht mehr genehmigt werden. Für die nächsten Jahre wird der DMSC jedes Jahr auf’s Neue versuchen ein hochinteressantes Veranstaltungsangebot anzubieten, nachdem dem DMSC Bielefeld und seinem Leineweberring absolute WM-Tauglichkeit bescheinigt wurde. Der 1. Vorsitzende des DMSC Herbert Prante trat nach über dreißig Jahren Vorstandsarbeit von seinem Posten in den wohlverdienten Ruhestand von diesem Ehrenamt und übergab die Geschicke des Vereins einer neuen Führungsriege. Natürlich steht Herbert Prante auch in Zukunft dem Verein weiterhin als zupackendes Mitglied zur Verfügung und wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt, nachdem ihm der Oberbürgermeister den Ehrenbrief der Stadt Bielefeld übergab. Die Ausrichtung der GP-Finalläufe unter seiner Gesamtleitung in den Jahren 2002 bis 2004 ist sicherlich der Höhepunkt seines engagierten Auftretens für den Motorsport. Auch die personelle Situation des DMSC Bielefeld konnte durch eine derartige Prädikatsvergabe zukunftsweisend
gestaltet werden. Neue Mitglieder kommen insbesondere über die aktive Jugendarbeit (Trialsport sowie ein
Fitness orientiertes Sportangebot) zum Verein und so erfreut sich auch die Vorstandsriege in den letzten Jahren einer gut geplanten und kontinuierlichen Verringerung des Durchschnittsalters. Wie statistische Untersuchungen
belegen, lassen sich Deutschlands Bürger heute zwar nur noch ungern für ein lebenslanges Ehrenamt vereinnahmen, sind aber dennoch bereit, sich für ein konkretes Projekt kurz- bis mittelfristig zu engagieren! Der
DMSC Bielefeld hat sich in den vergangenen Jahren der Ausrichtung hochklassiger Grasbahnrennen verschrieben und möchte sich auch weiterhin über möglichst perfekt organisierte Veranstaltungen für
zukünftige Prädikate nachhaltig empfehlen! |
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